Sind Sie hochsensibel?

„Stell dich nicht so an!“ – Dieser Satz wirkt.

Wenn wir im Leben häufiger mit solch kleinen Situationen im Alltag konfrontiert werden, kann sich ein Lebensgefühl von: „Ich bin nicht richtig. Ich bin nicht liebenswert!“ entwickeln. Daraus können im Laufe der  Persönlichkeitsentwicklung Ängste, Selbstzweifel, Perfektionismus und auch körperliche Beschwerden entstehen. Hochsensible schildern oft, dass sie sich mit ihrem Wesen als Kind häufig nicht willkommen gefühlt haben. Daraus entwickeln sich als Folge Scham und Selbstzweifel. Diese toxische Scham trifft jede Zelle des Körpers und des Geistes. Was auch immer passiert: Gefühle und Lebenseinstellungen bleiben abgespeichert im Körper und Geist und begleiten uns jahrelang. Unbearbeitet sogar ein ganzes Leben lang. Nicht selten entwickeln sich Depressionen, Ängste und Verzweiflung. Ein brüchiges Selbstbewusstsein und fehlendes Urvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Glaubenssätze bilden dafür die Grundlage.

Hochsensible nehmen Feinheiten wahr und leiden mehr als andere, wenn sie starken Reizen ausgesetzt sind (z.B. grellem Licht, lauten Geräuschen, Trubel in Menschenmengen, etc.). Durch eine spezielle neurologische Schaltung im Gehirn werden Sinneseindrücke eingehender wahrgenommen und tiefer verarbeitet. Emotionen werden viel stärker erlebt und erfordern somit mehr Erholungsphasen.

Hochsensible sind einfach anders. Eine Reizüberflutung tritt im Alltag wesentlich schneller ein und führt regelmäßig zum Gefühl der immer wiederkehrenden Überforderung. Erschöpfung und Rückzug sind die Folge. Sie benötigen viel mehr Raum und Ruhe für die Seele, um die einstürmenden Reize zu verarbeiten und sich von ihnen zu erholen. Das führt dazu, dass sie oftmals ihre Besonderheit als Belastung empfinden und sich minderwertig fühlen. Ihr überdurchschnittlich gut ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, ihre makellose Beobachtungsgabe und den „sechsten Sinn“ als große Begabung zu bewerten, fällt den Betroffenen häufig sehr schwer.

 

Hochsensible nehmen über alle Sinne viel intensiver wahr.

Was viele Menschen nicht wissen: Das Phänomen der Hochsensibilität zeigt sich bei 15-20% der allgemeinen Bevölkerung und ist den HSP selbst überhaupt nicht zugänglich. Mit der Thematik Hochsensibilität konfrontiert zu werden, schafft oftmals sofort eine große Erleichterung: „Mir flossen die Tränen! Ich wollte vor Freude aufspringen und die ganze Welt umarmen! Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich verstanden und – fast noch wichtiger – nicht mehr allein! Endlich gab es ein Wort, dass meine vielen Stunden der Traurigkeit und Sinnlosigkeit definierte. Zum ersten Mal in meinem Leben tauchte der Hoffnungsschimmer auf, dass ich doch nicht komplett verrückt sei!“

Hochsensible passen sich im Alltag (unbewusst) an ihr Gegenüber an. Aufgrund ihrer starken Empathie nehmen sie sehr deutlich die Erwartungen und Gefühle ihrer Mitmenschen wahr, was oft zu Verunsicherung, Sorge und indirektem Druck führt. Sie sehen sich stets durch die Augen der anderen. Vergleichen und schneiden dabei für ihr eigenes Empfinden fast immer schlecht ab. Sie stellen hohe Ansprüche an sich selbst, strengen sich dann noch mehr an – und „versagen“ in ihren eigenen Augen umso mehr. Ein Teufelskreis beginnt – zumal Hochsensible, wenn sie sich kontrolliert fühlen, nicht mehr ihr volles Potenzial ausschöpfen können und es durchaus passiert, dass Stress sie lähmt. Gerade in der Ära des Leistungsdrucks erzeugt dies immense Probleme am Arbeitsplatz.

HSPs fühlen sich häufig für alles verantwortlich und vergessen dabei die Fürsorge für sich selbst. Leider trauen sie der Wahrnehmung anderer mehr als ihrer eigenen. Wie sie selbst die Welt einschätzen, wird von den Mitmenschen oft als  „daneben“ gesehen. Der Kampf gegen die eigene Wahrnehmung wird zum Kampf gegen sich selbst. Nicht selten findet man bei Betroffenen ein gering ausgeprägtes Selbstwertgefühl (versteckt hinter einer sozialen „Maske“). Warum? Bereits in der Kindheit werden sie oft als „komisch“ von ihren Altersgenossen bezeichnet. Gerade in der frühkindlichen Entwicklungszeit prägen sich ablehnende Haltungen oder negative Erfahrungen mit der persönlichen Umwelt tief und dauerhaft.

 

Familie und Freunde können vieles an HSP nicht nachvollziehen, tolerieren jedoch häufig liebevoll die „andersartige“ Veranlagung. Beruflich wird es mit der Akzeptanz schon schwieriger. Durch ihr reiches Innenleben und großen Erfahrungsschatz fühlen sich Hochsensible oft zu sozialen Berufen hingezogen, kommen allerdings in Konflikte mit hierarchischen Strukturen und anderen Werte- sowie Glaubenssystemen.

Die Zusammenarbeit im Team und fehlende Rückzugsmöglichkeiten fördern ebenfalls das Voranschreiten von psychosomatischen Erkrankungen, Burnout, Mobbing und/ oder  Depressionen. Die „Schuld“ an sich selbst suchend harren viele HSP gegen ihre Natur oftmals über Jahre in einer unbefriedigenden privaten oder beruflichen Situation aus. So ist dann „das Leiden am sinnlosen Leben“ (Viktor Frankl) oftmals der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Hier nimmt die Prophylaxe vor Manifestation von Erkrankungen und Komplikationen eine essentiell wichtige Rolle ein:

  • Wer frühzeitig die eigene Hochsensibilität erkennt und diese sinnvoll in die Persönlichkeitsentwicklung integriert, kann sich achtsam an einem erfüllten, kreativen und erfolgreichen Leben erfreuen!

Um in Therapie und Coaching für HSP Erfolge zu erzielen, muss inhaltlich ganz anders als in einer „normalen“ Sitzung gearbeitet werden. Oft haben Ratsuchende schon (zum Teil frustrane) intensive Therapieerfahrungen gesammelt – jedoch ohne den so wichtigen Durchbruch.

Da ich selbst zu den Menschen mit einer sehr stark ausgeprägten Hochsensibilität zähle, kann ich alle Prozesse, Schwierigkeiten und Herausforderungen nachvollziehen, die das Leben als HSP mit sich bringen. Ich sehe es als meine Aufgabe, die Menschen dabei zu begleiten:

  • die Stärkung des Selbstbewusstseins zu integrieren
  • ein ganz neues Bewusstsein für die eigenen Empfindungen zu entwickeln
  • Ängste, Depression und Selbstzweifel zu überwinden
  • und ihre Kreativität, Kraft und Schaffensenergie freizusetzen.

An diesem Punkt wird das enorme Potential der eigenen Begabung erkannt und kann in nie geglaubter Weise beruflich und privat in etwas Wunderbares transformiert werden.

 

So finden Sie meine Praxis

Sie finden die Praxis in der Dehmelstraße 23 in 18055 Rostock. Parkplätze sind im Bahnhofsviertel ausreichend vorhanden.

Reisen Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an? Bahn, Bus und Zug bringen Sie zum Rostocker Hauptbahnhof. Von dort sind es etwa 6 Minuten bequemen Fußwegs bis zum Heilkundezentrum Rostock.

Praxisadresse

Dr. med. Anne Wolter

Dehmelstraße 23
18055 Rostock

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